Männergesangverein 1864 Erpfingen
„Schon in früheren Jahren fanden sich in Erpfingen sangeslustige Männer, welche sich zur Gründung eines Gesangvereins zusammentaten, um in demselben den Gesang zu pflegen.“ So beginnt der erste Eintrag im ältesten erhaltenen Protokollbuch des Männergesangvereins 1864 Erpfingen.
Ein weiteres Zitat aus dem Protokollbuch: „Als sich im Jahre 1902 ein Dirigent fand, war der Verein bald wieder ins Leben gerufen. […] Aber auch diesmal schlug bald das Unglück drein. Im Herbst 1905 raffte sich der Verein unter einem neuen Direktor wieder auf, und wir hoffen, dass dieser wiederholte Anfang zu einem gedeihlichen Fortgang führen möchte. Dirigent und Verein sollen ihre ganze Kraft einsetzen, um aus den kleinen Anfängen zu einem schönen Fortschritt zu kommen.“ Damals wagten 21 Sänger, unterstützt von 3 passiven Mitgliedern den Neubeginn. Doch es sollte nicht leichter werden. Von 1907-1911 fehlte wieder ein Dirigent. Der Verein bestand nur in der Stille. Dennoch ließen es sich die Sänger nicht nehmen, bei Hochzeiten der Mitglieder zu singen und eine jährliche Generalversammlung abzuhalten. Erst ab 1912, unter Vorstand Gottlob Müh und Lehrer Grötzinger als Dirigent, war eine kontinuierliche Arbeit möglich. Und schon im Jahr 1913 wagte man es, bei einem Kassenbestand von 175,- Mark ein Klavier für 425,- Mark anzuschaffen. Hierfür musste jedes Mitglied einen Sonderbeitrag von 2,- Mark leisten. Eine Haussammlung erbrachte 65,- Mark und 150,- Mark wurden als Darlehen aufgenommen, was dann bereits bis Juni 1914 zurückgezahlt werden konnte.
Zu der Zeit war schon Notenmaterial vorhanden wie etwa die Sammlung von Volksgesängen von J. Heim, Sammlungen kirchlicher Männerchöre und Choräle oder diverse Notenblätter. Weitere Chorsätze wurden von Hand in Notenhefte geschrieben!
An den durchgeführten Veranstaltungen wurde der Aufschwung ebenfalls deutlich. Im Dezember 1913 hielt man im Hirsch eine Weihnachtsfeier ab, die so gut besucht war, dass sie wiederholt werden musste. Im Februar 1914 wurde zusätzlich ein gemischter Chor gegründet, der schon im März zusammen mit dem Männerchor ein Konzert abhielt. Mit den Gesangvereinen aus Genkingen, Großengstingen und Stetten wurde im Juni 1914 ein Waldfest bei der Karlshöhle umrahmt.
Mit Einsetzen des 1. Weltkrieges wurde auch dem Gesang im Männergesangverein ein Ende gesetzt. Sechs Mitglieder mussten im Feld ihr Leben lassen. Nachdem der Krieg im November 1918 endete, nahmen die 23 aktiven Mitglieder die Chorproben im Dezember bereits wieder auf. Nach und nach trat der Männergesangverein dem Uhlandgau (heute Chorverband Ludwig Uhland) und dem Schwäbischen Sängerbund (heute Schwäbischer Chorverband) bei.
Der Verein besaß am 1. Januar 1924 ganze 325.000,- Mark, was nicht mal einem Pfennig gleichkam, denn die Inflation nahm dem Verein das gesamte Vermögen. Doch auch dies konnte den Verein nicht schwächen. Im Gegenteil, der MGV steuerte einem Höhepunkt in seiner Geschichte zu. Im Mai 1927 wurde das 25-jährige Stiftungsfest, verbunden mit der Fahnenweihe, abgehalten, wobei 26 Vereine zu Gast waren. In den darauf folgenden Jahren beteiligte man sich an verschiedenen Sängerfesten, Turnfesten in der Umgebung, sowie an einer Gausängerfahrt und einem Gausängerfest in Metzingen.

Der 2. Weltkrieg brachte das Vereinsleben erneut zum Erliegen. Es konnte nur noch bei Trauergottesdiensten gesungen werden. Aus diesem Krieg kehrten 16 Mitglieder nicht mehr zurück. Erst zweieinhalb Jahre nach dem Einmarsch der Franzosen konnten die Chorproben wieder aufgenommen werden. 39 aktive und 32 passive Mitglieder zählte die Mitgliederliste.
Im November 1952 wirkte der MGV bei einer Gedenkstunde zum 125. Todestag von Wilhelm Hauff auf Schloss Lichtenstein mit. Außerdem waren die Gesangvereine Großengstingen, Genkingen und Unterhausen mit dabei, die diese Gelegenheit zum Anlass nahmen, zusammen mit dem MGV Undingen die Chorgemeinschaft Lichtenstein zu gründen. Später wurde die Gemeinschaft durch die Freunde vom Liederkranz Willmandingen und MGV Steinhilben erweitert und unsere Chöre sind bis heute noch brüderlich vereint.
Da der MGV im Jahre 1952 wieder keinen Dirigenten hatte, musste das 50-jährige Jubiläum um ein Jahr nach hinten verschoben werden. Im Juni 1953 war es dann soweit und das Jubiläum konnte stattfinden. Das Festbankett im Festzelt im Anraus, gestalteten die Nachbarvereine Großengstingen und Undingen mit. Eine besondere Freude war es, 6 Mitglieder zu begrüßen, die den Verein einst mitbegründet hatten. Der Festzug am Sonntag musste wegen eines starken Regengusses ausfallen, aber nachher gaben 21 Gastvereine im Festzelt ihre Darbietungen zum Besten.
In den folgenden Jahren beteiligte sich der MGV an allen anstehenden Sängerfesten. Ferner gestaltete er das dörfliche Leben aktiv mit. Neben seinen traditionellen Frühjahrs- und Weihnachtsfeiern veranstaltete man auch jährlich einen Vereinsausflug.

Der erste Eintrag im Protokollbuch von 1902 gab ja schon den Hinweis, dass schon vor der Jahrhundertwende ein Männergesangverein bestanden hatte. Näheres war allerdings unbekannt. Der spätere Vorstand Gottlob Riesch gab den Anstoß, hier nachzuforschen. Man wurde auch bald fündig. Im Gemeinderats- und Bürgerausschuss Sitzungsprotokoll vom 19. Oktober 1864 steht geschrieben: „Der hiesige Lehrgehilfe Bürker beabsichtigt unter Vorlegung der Statuten einen Gesangverein zu errichten und sucht zu diesem um einen Beitrag und Beleuchtung nach, auch zur Beschaffung von Noten. “Die bürgerlichen Kollegen nahmen diesen Antrag „als zweckmäßig“ auf und es wurde einstimmig beschlossen, zu diesem Zweck für die Beleuchtung durch Anschaffung von Erdöllampen zu sorgen.
Zum Anfang sollen zur Anschaffung der Noten aus der Gemeindekasse dem Verein 3 Gulden mit der Bedingung ausbezahlt werden, dass im Fall sich der Verein nicht ausbilden und nicht fortbestehen solle, diese 3 Gulden zurück ersetzt werden müssten. Eine Randnotiz lautet: „Der Gesangverein hat sich ausgebildet und besteht fort.“
Wenige Wochen später stellte der Verein beim Kirchengemeinderat den Antrag, hin und wieder in der Kirche zu singen. Des Weiteren wurde in einem Gemeinderatsprotokoll von 1865 erwähnt, wonach am 29. Juni 1865 sich die Gesangvereine von Trochtelfingen, Großengstingen und Erpfingen auf dem Platz bei der Karlshöhle trafen, um gemeinsam zu singen. Diese beurkundeten Protokolle waren der Grund, weshalb dem Männergesangverein Erpfingen das Gründungsjahr 1864 vom Deutschen Sängerbund zuerkannt wurde. Mit sechsjähriger Verspätung konnte vom 18.-20. Juli 1970 das 100-jährige Jubiläum gefeiert werden. Der Festakt im Gemeinschaftshaus der Sonnenmatte, verbunden mit der Verleihung der Zelterplakette, war wohl einer der markantesten Höhepunkte des Vereins. Chorleiter Walter Wiedemann war es, dem der Verdinest für das hohe musikalische Niveau zuzuschreiben war. Auch die Organisation im Vorfeld und während der Veranstaltungen wurde von Vorstand Gottlob Riesch und den damals 46 aktiven Sängern, dazu einer Großzahl von passiven Mitgliedern, glänzend bewältigt.

Nach 23-jähriger aufopfernder Tätigkeit als 1. Vorstand, während derer er den Verein geschickt durch alle Höhen und Tiefen führte, übergab Gottlob Riesch 1976 sein Amt in jüngere Hände. Wilhelm Fink wurde sein Nachfolger. Ebenfalls nach über 20-jähriger verdienstvoller Tätigkeit trat Kassier Gottlob Höneß sein Amt an Manfred Kaschowitz ab.
Bei einem Dorfabend im Festzelt auf der Sonnenmatte, traten 1976 erstmals alle örtlichen Vereine gemeinsam auf, um ein Programm für die ganze Einwohnerschaft zu veranstalten. Ziel war es, ein finanzielles Polster für das „Contra“ Spiel im SWF zu schaffen. Ebenfalls aus diesem Anlass veranstaltete der Verein einen Wandertag für die gesamte Einwohnerschaft. Auf der „Brechstatt“ waren Spiele für Jung und Alt aufgebaut und auch für das leibliche Wohl war bestens gesorgt. Im November 1976 fanden dann die Rundfunkaufnahmen für den SWF in Großengstingen in der Freibühlschule statt. Schon nach 2-maligem Singen war die Aufnahme der beiden Lieder „Nun leb wohl du kleine Gasse“ und „Wohl auf wer baß will wandern“ perfekt. Im Rahmen einer Frühjahrsfeier 1977 konnte Walter Wiedemann für 20-jährige Chorleitertätigkeit geehrt werden. Am Kritiksingen des 12. Gauchorfestes 1977 in Tübingen, nahm der Verein nach intensiver Probearbeit mit dem Stück „Wenn alle Brünnlein fließen“ sehr erfolgreich teil.
Erstmals veranstaltete man 1977 für die Einwohnerschaft das Kobelfestle mit einer Wanderung und geselligen Spielen, bei dem auch das Singen nicht zu kurz kam. Im gleichen Jahr wurde in Unterhausen das 25-jährige Jubiläum der Chorgemeinschaft Lichtenstein mit einem großen Programm festlich gefeiert.
1978 wirkte der MGV anlässlich der 1200 Jahrfeier der Gemeinde Erpfingen bei der musikalischen Gestaltung des Heimatabends mit. Des Weiteren beteiligte er sich mit 2 Festwagen (Kloster Lorsch und Gründungsjahr des MGV 1864) an dem schönen historischen Festzug.
Der Liederabend im März 1979, bei dem der Sängerkranz Alfdorf, die Chorgemeinschaft Mägerkingen-Gammertingen, der MGV Erpfingen und die Solisten Andrea Hornung (Sopran), Gernot Bizer (Bariton), Anne-Dore Haug (Flöte) und Gerhard Buck (Klavier) mitwirkten, bot einen besonderen musikalischen Genuss. Im Sommer 1979 gestaltete der MGV die 1. Sonnenbühler Dorfhockete sowohl musikalisch, als auch mit Bewirtung in einem Zelt, mit.
Für die Sendung „Morgenläuten in Sonnenbühl“ im SWF machte der MGV im Oktober 1980 zusammen mit den Männer- und gemischten Chören aus Sonnenbühl Rundfunkaufnahmen. 1981 bei der Frühjahrsfeier, hatte der Verein mit einem Potpourri der schönsten Seemannslieder sehr großen Erfolg. Einen weiteren musikalischen Höhepunkt bot die Frühjahrsfeier 1984 mit Melodien aus Oper und Operette. Mitwirkende waren der MGV Erpfingen, die Singgemeinschaft Sonnenbühl-Undingen, Ursula Wiedemann (Sopran), Hans Eberhard Schick (Bass), Alfred Knaier (Tenor) und Peter Locher am Flügel.

Im Jahre 1983 übergab Wilhelm Fink nach 7 Jahren Vorstandschaft sein Amt an Gerhard Schweikardt. 1987 fand im Verein ein Dirigentenwechsel statt. Chorleiter Walter Wiedemann gab nach 30-jähriger Tätigkeit gesundheitshalber den Dirigentenstab ab. Er hat in dieser langen Zeit den Verein maßgeblich geprägt und viel für das kulturelle Leben in der Gemeinde getan. Sein Nachfolger wurde Oskar Ostertag. 1988 gab es erneut einen Vorstandswechsel, Walter Maier übernahm nun das Amt des 1. Vorstands, sowie die Vorbereitungen fürs Jubiläumsjahr 1989.
Das Jahr 1989 war ein besonderes Jahr für den MGV – Erpfingen 1864e.V., man feierte mit zwei Veranstaltungen das 125 – jährige Vereinsjubiläum. Das Jubiläumskonzert wurde am 20. Mai 1989, unter Mitwirkung des Liederkranzes Willmandingen und des Hornquartetts der Württ. Philharmonie Reutlingen in der Erpftalhalle gefeiert, und vom 09. – 11. Juni wurde im eigens dafür aufgestellten Festzelt neben der Erpftalhalle das Festwochenende gefeiert. Am Freitagabend fand der Heimatabend im Festzelt statt, dieser mit den örtlichen Vereinen durchgeführt wurde, und am Samstagabend wurde zum Tanz eingeladen. Am Sonntag fand nach dem Festgottesdienst das Freundschaftsingen mit 20 eingeladenen Vereinen, sowie am Nachmittag der Festumzug mit 38 Gruppen statt.
Nach dem ereignisreichen Jubiläumsjahr ging der Verein wieder zur Tagesordnung über und bereicherte mit seinen Auftritten in und um Erpfingen wieder zahlreiche Veranstaltungen. Immer wieder ist nun in den Aufzeichnungen der Protokolle zu lesen, dass die Singstundenbesuche zu wünschen übrig ließen und die Sänger doch bitte zahlreicher und pünktlicher zu den Proben eintreffen sollen.

Im Jahr 1995 verabschiedete sich Chorleiter Oskar Ostertag aus gesundheitlichen
Gründen und Ehrenchorleiter Walter Wiedemann übernahm wieder kommissarisch die musikalische Leitung des Vereins. Die Suche nach einem neuen Chorleiter dauerte an und so kam 1998 Volker Schneider aus Gammertingen für 1 Jahr nach Erpfingen.
1999 konnte Hubert Riedle aus Trochtelfingen für den MGV – Erpfingen 1864e.V. gewonnen werden und er übernahm nun nach einer kurzen Probezeit die Chorleitung des Vereins.
Im März 2000 stand eine weitere Veränderung beim MGV – Erpfingen 1864e.V. an, die Vereinsführung wurde in jüngere Hände übergeben und somit wurde Thomas Kaschowitz zum 1. Vorstand und Volker Wiedemann zum 2. Vorstand gewählt.
Mit neuen Ideen und Konzepten versuchte man nun jüngere Sänger für den Verein zu gewinnen und so wurde im Dezember 2000 mit vielseitiger Werbung im Gemeindeblatt und durch persönliche Gespräche der “Schnupperkurs“ ins Leben gerufen. Dieser bestand aus aktiven Sängern sowie neuen und interessierten Sängern aus Erpfingen. Die Proben waren Sonntagsmorgen und alles war ohne jegliche Verpflichtung. Das Ziel des Schnupperkurses war ein Auftritt an der Frühjahrsfeier im April 2001, und wir dürfen mit Stolz verkünden, dass wir durch dieses Projekt 8 junge und zuverlässige Sänger für den Verein gewinnen konnten.
2001 investierte der Verein in ein neues Klavier. Ein Digital-Piano wurde gekauft, dieses angeblich nicht mehr alljährlich gestimmt werden musste. Im Dezember 2001 fand zusammen mit dem Kirchen- & Posaunenchor das erste gemeinsame Weihnachtskonzert in der Erpfinger Naboriuskirche statt – es fand großen Anklang und wurde 2005 mit weiteren Aktivisten wiederholt.
Zum 31.01.2001 verabschiedete sich Deutschland von der DM (Deutschen Mark) und die Währung EURO wurde zum 01.01.2002 offizielles Zahlungsmittel.
Im Jahr 2002 bekam der MGV-Erpfingen Besuch vom Stelzhamer Chor aus Ungenach-Kirchholz (Österreich). Rolf Schweikardt (ehem. Sänger im 1.Bass und nun in Österreich zuhause, sowie Sänger im Stelzhamer Chor) organisierte den Ausflug zu uns und nach einem gemeinsamen und gemütlichen Abend des Kennenlernens in Erpfingen wurde ein freundschaftliches Miteinander, das bis heute von beiden Seiten gelebt wird. – Es ist für uns eine große Freude mit dem Stelzhamer Chor unsere Jubiläumsfeier am 10. Mai 2014 zu feiern !
Ja, der Besuch des Stelzhamer Chores war sehr beeindruckend, vor allem wurde alles auswendig gesungen und dies sollte nun auch bei uns mehr werden.
Ein weiterer Erfolg war unser 1. Stimmbildungswochenende im Jahr 2003 auf der Kappler Alm bei Pfronten. Das Ziel war in erster Linie die Gemeinschaft zu stärken und “alt & jung“ zu vereinen. Selbstverständlich wurde an diesem Wochenende auch gesungen (auch auswendig), aber es wurde auch gewandert und gefeiert. Es fand so großen Anklang, dass wir dieses Event in den Jahren 2005
(Häusern), 2007 (Hinznang), 2009 (Weitnau) und 2011 (Friedrichshafen) wiederholen konnten (auch für 2014 ist ein Stimmbildungswochenende geplant).
2010 mussten wir leider Abschied von unserem Freund und Chorleiter Hubert Riedle nehmen, er hatte den Kampf gegen seine Krankheit verloren. Seine menschliche, aufrichtige und herzliche Art wird uns immer in Erinnerung bleiben.
Nach diesem schmerzlichen Verlust, war es für Nadja Schmiling alles andere als einfach die Tätigkeit als Chorleiterin des MGV – Erpfingen 1864e.V. im Jahr 2010 zu übernehmen.
Die Gemeinschaft, der Zusammenhalt, das Miteinander und die Freude am Singen formten und prägten unseren MGV-Erpfingen 1864e.V. in den vergangenen 150-Jahren und es gelang uns Höhen und Tiefen gemeinsam zu durchschreiten. Unzählige Auftritte und Frühjahrsfeiern, sowie die vielen geselligen Momente (Ein-oder Mehrtages Ausflüge, Familienwandertag, MGV-Sonntagsfescht, Sonnenbühler Hockete, Besenausflug, Jahresabschlußsingstunde & Singen am Weihnachtsbaum) verfolgen stets das Ziel, den Chorgesang zu erhalten und zu pflegen, sowie das Interesse neuer aktiver & passiver Mitglieder für den MGV – Erpfingen 1864e.V. zu wecken.
Die Herausforderung “alt & jung“ zu vereinen haben wir angenommen und auch bestens umgesetzt und so erfüllt es uns auch mit Freude im Jahr 2014 unseres
150 – jähriges Jubiläum zusammen mit unseren Familien, Freunden, Gönnern und Gästen zu feiern.
Im Jubiläumsjahr 2014 konnten wir die Conradin Kreuzer Tafel im Rahmen des Landesmusikfestivals in Schwäbisch Gmünd entgegennehmen. Das 150 jährige wurde ausgiebig gefeiert den Auftakt machte das Jubiläumskonzert im Mai, als Gastchor war der Stelzhamerchor mit einem beeindruckenden Programm auf der Konzertbühne. Bereits ein Jahr zuvor beim Chortreffen „Feuer und Stimme“ im Lungau wo unsere beiden Chöre sich wieder einmal getroffen haben und gemeinsam ein unvergessliches Wochenende verbrachten, wurde das mitwirken am Jubiläumskonzert besiegelt. Das Konzert in der vollbesetzten Festhalle wurde aufgezeichnet und es entstand eine Musik CD von dem Konzert. Mit dem Freundschaftssingen, das im September auf dem Marktplatz stattfand nahm das Festprogramm seinen Lauf, hier standen die Männerchöre der Chorgemeinschaft Lichtenstein aus Hudersingen, Lautlingen, Genkingen und Steinhilben ausserdem die Gem. Chöre der Chorgemeinschaft Lichtenstein, der Gem. Chor aus Undingen und die Happy Voices auf der Bühne sowie der Kirchenchor. Zum Abschluss des Jubiläums fand das Singen am Weihnachtsbaum statt.
2015 ging eine Ära zu Ende: Vorstand Thomas Kaschowitz stand nach 15 Jahren an der Hauptversammlung nicht mehr zur Verfügung zur Wahl des 1. Vorsitzenden. In den vergangenen 15 Jahren trug er und Volker Wiedemann maßgeblich dazu bei das der Chor heute so aufgestellt ist. Kommissarisch übernahm Holger Dreher für ein Jahr den Vorsitz, zuvor hatte er bereits den Posten des 2. Vorstandes von Volker Wiedemann übernommen.
Nach dem Übergangsjahr stellt sich nun die Vorstandschaft an der Generalversammlung im Februar 2016 neu auf. Gewählt werden zum 1. Vorstand Udo Kirchner (vorher Kassier), 2. Vorstand Mathias Bez, Kassier Alexander Betz. Schriftführer beleibt Reinhold Bez. Doch bei dieser Veränderung blieb es nicht. Nadja Schmiling wollte aus persönlichen Gründen kürzertreten und die Chorleitung aufgeben. Zusammen mit Nadja machten sich die Vorstände auf die Suche nach einem Nachfolger/Nachfolgerin. Die Suche war Erfolgreich, Karin Wanzel eine junge Dirigentin, damals wohnhaft in Pfullingen die unter anderem bei einem Probedirigat mit ihrem Klavierspiel überzeugte konnte verpflichtet werden. Der Übergang war nach der Sommerpause fließend da beide Choreliterinnen gemeinsam die Singstunden und auch die anstehenden Auftritte beim Erntedankgottesdienst und in Unterhausen leiteten.
Im darauffolgenden Jahr stand der Mehrtägige Ausflug nach Österreich im Mittelpunkt. Der Stelzhamer Chor hatte eingeladen. Unter dem Motto „Die Straße der Lieder“ fanden zwei Freiluftveranstaltungen einschließlich großem Konzert statt, bei dem wir mitwirken durften. In Erinnerung bleibt besonders das von Hof zu Hof ziehen und singen durch den ganzen Ort.
Im Juli 2018 fand dann unser Konzert statt das traditionell alle 2 Jahre stattfindet. Zum ersten Mal als Sommerkonzert, der Zeitpunkt war bewusst gewählt da dieses Konzert zugleich den Abschied von Karin Wanzel markierte.
Der Abschied war nicht überraschend und man konnte bereits im Vorfeld zusammen mit den Vizechorleitern Rüdiger Herrmann, Silas Dreher, Florian Bez und der neuen alten Chorleiterin Nadja Schmiling ohne in ein Loch zu fallen weiter machen bis Nadja dann wieder vollständig übernahm.

Außerdem fand in diesem Jahr noch ein „Stimmbildungswochenende“ statt. Nachdem zwei Jahre zuvor das Naturfreundehaus in Zwingenberg am Necker unsicher gemacht wurde und unter anderem Heidelberg besucht wurde, hatte Thomas und Volle eine Unterkunft im Zell am Harmersbach gebucht, Ausflüge nach Straßburg und Molsheim standen dabei auf dem Programm.
Turnusgemäß war für 2020 wieder ein Konzert geplant. Die Vorbereitungen liefen gut, ein Progenwochenende bei stürmischem Wetter im Nägelehaus auf dem Raichberg wurde durchgeführt, am Samstag probte das „Chörle“ und am Sonntag der gesamte Chor, auch der Gastchor war schon lange eingeladen. Doch dann kam das AUS „Corona“ legte alles lahm. Stillstand! Keinerlei Veranstaltungen durften durchgeführt werden. Für Chöre ganz bitter, es durfte in geschlossen Räumen nicht geprobt bzw. gesungen werden. So stand unser Vereinsleben komplett still. Schließlich konnten wir in kleiner Besetzung am Erntedankgottesdienst wieder singen. Eine Kofferraum Singstunde hatten wir auf Einösch durchgeführt und die Abschlusssingstunde togo an die Sänger verteilt.
Als die Pandemie 2022 nun endlich am Abklingen war und das „Normale“ Leben wieder Einzug hielt konnte auch der Chor wieder proben! Es war Quasi ein Neuanfang und ein neues Großes Ziel für 2023 wurde ausgerufen!
„Festival Pusteria“ wurde das Ziel für den 4-tägigen Ausflug im Juni der in das Pustertal in Südtirol führte. wo man an 3 Veranstaltungen/Konzerte teilnahm. Es waren unvergessliche Tage für alle die dabei gewesen waren.
Während dessen war der MGV aber auch wieder auf Chorleitersuche. Denn Nadja hatte uns schon zu Beginn ihrer Tätigkeit ihr zeitliches Ende angekündigt. Die Suche zog sich und wahr zunächst ohne Erfolg. Schließlich wurde zusätzlich zu den herkömmlichen Anzeigen eine bei Kleinanzeigen aufgegeben. Diese stieß schließlich auf Resonanz, nachdem zwei Interessenten nicht zu uns passten, durften wir Julia Winkler kennen lernen, die uns bei einem Probedirigat komplett begeistert hat.
Ende Juli fand dann auf der Sonnenmatte ein Abschiedskonzert für und von Nadja Schmiling statt. Im Rahmen des Konzertes übergab Nadja Schmiling dann symbolisch den Dirigentenstab an die neue Chorleiterin Julia Winkler.
Mit der neuen Chorleiterin kam neue Literatur und neuer Schwung in den Chor. Und damit auch neue Sänger, so konnten altersbedingte Abgänge der Vorjahre ausgeglichen werden und die Anzahl von 40 aktiven Sänger wieder erreicht werden.
Nach einigen Testauftritten konnte die neue Literatur gemischt mit bekannten Stücken am Jubiläumskonzert 2024 zum 160 jährigen Bestehen dem begeisterten Publikum vorgestellt werden. Zusammen mit dem Stelzhamer Chor wurde das Konzert zu einem absoluten Highlight.

Zuvor im September wurde im Jubiläumsjahr im erweiterten Rahmen des Sonntagsfestes auf dem Marktplatz ein Sängertreffen veranstaltet. Zu Gast auf der Bühne waren die beiden Chöre der Singgemeinschaft Undingen, die Chorgemeinschaft Lichtenstein, Sängerrunde Hohenstein, Männerchor aus Böhringen, Doppelquartett Stetten- Hörschwag.
Auch in diesem Jahr wurde am 3. Advent das Singen am Weihnachtsbaum veranstaltet. So wie schon im Jahr zuvor mit schwungvollen mitreißenden weihnachtlichen Liedern, außerdem gab’s zusätzlich zur Roten Wurst auch eine vegetarische Süßspeise. Das Singen am Weihnachtsbaum war bis dahin jedes zweite Jahr fester Bestandteil unserer Aktivitäten. Aufgrund der überwältigenden Resonanz wird das Singen am Weihnachtsbaum fest ins Jahresprogramm aufgenommen.
2025 Stand das Jubiläumskonzert des Kirchenchores auf dem Programm. Der MGV wirkte mit einem eigenen Auftritt mit und brachte zusammen mit dem Kirchenchor und begleitet von einem klassischen Ensemble Vivaldis „Gloria“ die Naborius Kirche zum Klingen.
Im September ging es dann nach langer Pause mal wieder ins Stimmbildungswochenende, die bewehrten Organisatoren Thomas und Volle luden nach einem Besuch in einem Flugzeughangar ein nach Nürnberg und an den Altmühlsee.
Beim Aktionstag Genussweg war der MGV zu wiederholten Mal mit einer „Singwanderung“ beteiligt. Wie die Jahre zuvor schlossen sich zahlreich Wanderer dem MGV an.
